9. November: Gedenkveranstaltung in S-Bad Cannstatt

7. November 2016

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Wir laden alle ein zur Gedenkveranstaltung

am Mittwoch, den 09. November 2016 um 18:00 Uhr
am Platz der ehemaligen Synagoge in Cannstatt (am Wilhelmsplatz).

– Mit Reden von Heinz Hummler (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten),
dem Antifaschistischen Aktionsbündnis Stuttgart & Region (AABS)
und Musik von KünstlerInnen des Freien Chors Stuttgart.

 

„Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige
vor den Richtern der Völker steht.
Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung.
Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.
Das sind wir unseren gemordeten Kameraden
und ihren Angehörigen schuldig.“
Schwur der Überlebenden des KZ-Buchenwald

Am 9. November 1938 brannten in ganz Deutschland Synagogen, organisiert, vorbereitet und angestiftet von Partei, Regierung und Behörden des faschistischen Staates. Am nächsten Tag wurden jüdische Geschäfte geplündert, zehntausende jüdische Menschen gejagt, in KZs verschleppt, über 100 ermordet – Millionen sollten folgen…

Ernst Reichenberger – jüdisches Opfer aus Cannstatt 
Die Synagoge in Cannstatt wurde in dieser Nacht von der Feuerwehr angezündet. Zwei Tage später am 12. November wurde Dr. Ernst Reichenberger, der in der König-Karl- Straße 24 eine Zahnarztpraxis hatte, ins KZ Dachau verschleppt. Nach seiner Rückkehr im Dezember erhielt er den Bescheid über die am 12. November 1938 erlassene „Judenvermögensabgabe“. Damit ließ sich das Deutsche Reich von den jüdischen Opfern das als „Reichskristallnacht“
beschönigte Verbrechen bezahlen. Im Januar 1939 verlor er seine Approbation,
was seinen wirtschaftlichen Ruin bedeutete. 1943 wurde Ernst Reichenberger
nach Auschwitz deportiert, wo er umgebracht wurde. Die Deutsche Bank
überwies sein Restvermögen in Höhe von 11.247,73 Reichsmark an die
Oberfinanzkasse, der Oberfinanzpräsident von Württemberg stellte mit
deutscher Gründlichkeit die Flurgarderobe Reichenbergers mit einem Wert von
18.- Reichsmark sicher.
Die Pogromnacht war erst der Anfang
Nach der Pogromnacht wurden etliche Erlasse und weitere Gewaltmaßnahmen
gegen JüdInnen umgesetzt, so erließ Hermann Göring neben der „Judenvermögensabgabe“ auch die Verordnung „zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben“ sowie „- über den Einsatz des jüdischen Vermögens“. Das Geld wurde dringend benötigt, um das Aufrüstungsprogramm der Wehrmacht zu finanzieren. Nach den Erlassen finanzierten die
Großbanken die zu erwartende Milliarde Reichsmark vor, um die drohende Zahlungsunfähigkeit des Deutschen Reiches abzuwenden.
Die Erlasse stießen in großen Teilen der Bevölkerung auf Zustimmung.
Mit Terror und dem Anheizen von Antisemitismus gelang es, die jüdische Bevölkerung immer stärker von der restlichen Bevölkerung zu isolieren und sie als Sündenböcke für wirtschaftliche Probleme hinzustellen.
Für die Vernichtung des Nazismus mit all seinen Wurzeln.
Im „Schwur von Buchenwald“ wird formuliert, dass der Nazismus mit allen
seinen Wurzeln vernichtet werden muss. So leitete selbst die CDU 1947
ihr „Ahlener Programm“ mit folgenden Worten ein: „Das kapitalistische
Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des
deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Nach dem furchtbaren politischen,
wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch als Folge einer verbrecherischen
Machtpolitik kann nur eine Neuordnung von Grund aus erfolgen.“ Es sind also
nicht nur die NSDAP und Adolf Hitler verantwortlich für die unglaublichen
Verbrechen, sondern vor allem Banken und Großindustrie. Das kapitalistische
Streben nach Profitmaximierung führte 1933 zur brutalen Zerschlagung der
Arbeiterbewegung und zur Vernichtung von allen, die nicht in ihr Weltbild
passten.
Es folgten der Überfall auf Polen am 1. September 1939 und am 22. Juni 1941
auf die Sowjetunion. Am Ende des gigantischen Raub- und Eroberungsfeldzuges
standen Auschwitz und 60 Millionen Tote.
Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg! – Oder doch?
Wenn wir den Schwur von Buchenwald ernst nehmen, so müssen wir erkennen,
dass unsere Gesellschaft sich immer weiter vom Ziel des Aufbaus „einer neuen
Welt der Freiheit und des Friedens“ entfernt.
Mit der AfD sitzt eine rechtspopulistische Partei in vielen Parlamenten, auch
im baden-württembergischen Landtag mit 15,1%. Sie ist für Nazis offen und
in der Lage, in größerem Umfang Menschenmengen zu mobilisieren. Vor allem
ihre Forderungen in der Flüchtlingsfrage werden von den Regierungsparteien
oftmals umgesetzt, somit ist ihr Einfluss auf die gesellschaftlichen Verhältnisse
größer als auf den ersten Blick erkennbar. In dem so erzeugten gesellschaftlichen
Klima sind rassistische Angriffe auf Flüchtlinge an der Tagesordnung.
Vielen ist unklar: Die Armut in Deutschland nimmt zu. So gelten in Stuttgart
14% aller Kinder als arm. Prekäre Arbeitsverhältnisse sind für immer mehr
Menschen Realität, Wohnen ist für viele unbezahlbar. Dazu kommen soziale
Abstiegsängste der noch nicht direkt Betroffenen. Und wieder werden
Sündenböcke präsentiert. Flüchtlinge werden benutzt, um von den wahren
Ursachen abzulenken – keiner soll auf die Idee kommen, die schreiende
Ungerechtigkeit auf der Welt und schon gar nicht die Profitlogik des
Kapitalismus in Frage zu stellen.
Immer offener werden die Forderungen aus der Politik nach der Durchsetzung
weltweiter deutscher Wirtschaftsinteressen – auch mit militärischer Gewalt.
Die Bundeswehr soll logistisch, personell und ausrüstungstechnisch
dazu befähigt werden. Kriegsministerin Ursula von der Leyen fordert ein
Aufrüstungsprogramm in Höhe von 130 Mrd. Euro. Russland dient wie einst
die Sowjetunion als Feindbild. Schon jetzt befindet sich die Bundeswehr in
zahlreichen militärischen Einsätzen. In der beschlossenen „Konzeption Zivile
Verteidigung“ wird im „Krisenfall“ die Unterordnung ziviler unter militärische
Belange gefordert, die Bevölkerung soll an den Gedanken gewöhnt werden.
Wehret den Anfängen!
Natürlich ist die gesellschaftliche Situation 2016 in Deutschland eine andere als
1933. Doch es gibt Parallelen: Der Rassismus in der Mitte der Gesellschaft, die
umfassende Krise des kapitalistischen Weltwirtschaftssystems, die Präsentation
von außen- sowie innenpolitischen Feindbildern und Sündenböcken und
die Bereitschaft die Wirtschaftsinteressen militärisch durchzusetzen. Es ist
festzustellen, dass die politischen Strukturen autoritärer werden.
Wir müssen gemeinsam entschlossen dafür eintreten, dass die vorherrschenden
Krisen mit sozialen Antworten bekämpft werden, dann ist es möglich eine neue
Welt der Freiheit und des Friedens aufzubauen.
Deshalb werden wir jeglichem Antisemitismus entgegentreten und Rassisten
und Faschisten konsequent bekämpfen. Und wir wehren uns gegen
Prekarisierung und Sozialabbau, um rechten Ideologien den Nährboden zu
entziehen.
Wir solidarisieren uns mit Geflüchteten und Unterdrückten.
Wir wollen offene Grenzen und ein bedingungsloses Bleiberecht – es müssen
Fluchtursachen bekämpft werden, nicht Menschen.
Wir setzen uns ein gegen Abschottung, Aufrüstung und Krieg.
Wir stehen für ein solidarisches Miteinander!

Dieser Aufruf wird unterstützt von:
Antifaschistische Aktion (Aufbau) Stuttgart, Antifaschistisches Aktionsbündnis Stuttgart & Region (AABS), Arbeit Zukunft Stuttgart, Cannstatter gegen Stuttgart 21, DIE LINKE OV Bad Cannstatt,
DIE LINKE Stuttgart, DKP (Deutsche Kommunistische Partei) Stuttgart, Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba Regionalgruppe Stuttgart, Friedenstreff Stuttgart Nord, Grüne Jugend Stuttgart, Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V., Linksjugend [`solid] Stuttgart, Revolutionäre Aktion Stuttgart, SÖS (Stuttgart Ökologisch Sozial), ver.di Bezirk Stuttgart, Verein Zukunftswerkstatt e.V. Zuffenhausen, VÖS (Vaihingen Ökologisch Sozial), VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten), Waldheim Gaisburg, Waldheim Stuttgart e.V. / Clara Zetkin Haus, Zukunftsforum Stuttgarter Gewerkschaften

 

 

Alfred-Hausser-Preis 2016 geht an „Geraubte Kinder“

10. Oktober 2016

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Alfred-Hausser-Preis 2016 geht an

„Geraubte Kinder“

Die Wanderausstellung des Vereins „Geraubte Kinder – vergessene Opfer“ des gleichnamigen Vereins aus Freiburg erhält den Alfred-Hausser-Preis 2016.

Am 5. November 2016 im Esslinger Gewerkschaftshaus wird die Auszeichnung des Preisträgers erfolgen. Dies beschloss der Landesvorstand der VVN-BdA auf Empfehlung seines Beirats. Die 1947 von Überlebenden der Naziverfolgung gegründete überparteiliche antifaschistische  Organisation vergibt den Preis seit 2006 alle zwei Jahre für  Projekte, die in besonderer Weise die Erinnerung an den Widerstand gegen den Faschismus, die Verfolgten und die Opfer des Naziregimes bewahren helfen.

Die Wanderausstellung behandelt das Schicksal von Menschen, die von den Nazis als Kinder aus Polen, Russland, Slowenien, der Tschechoslowakei und Norwegen wegen ihres vermeintlich „arischen“ Aussehens nach Deutschland verschleppt wurden, woran in nicht geringem Maß die Deutsche Reichsbahn mitwirkte. Viele dieser geraubten Kinder konnten nach dem Krieg nicht in ihre Heimat zurückgebracht werden, weil deutsche Jugendämter bei der Verschleierung des Menschenraubs mitwirkten und die Kinder mit einer fremden Identität „einbürgerten“. So haben die meisten von ihnen nach 1945 ihre Eltern nicht wiedergesehen. Und wenn sie in zurückkehren konnten, traten schwere Probleme auf Das Leid dieser Menschen wurde nie als Verbrechen anerkannt. Nie erhielten sie eine Entschädigung. Von der Wanderausstellung über diese kaum bekannte Opfergruppe und dem dazu gehörenden Film, der sich auch mit der Uneinsichtigkeit der heutigen Deutschen Bahn beschäftigt, waren die Vergabegremien für den Alfred-Hausser-Preis berührt und beeindruckt

„Die Auswahl fiel unserem Beirat nicht leicht“, erklärte Lothar Letsche, das zuständige Vorstandsmitglied. „Auch die drei anderen nominierten Projekte waren ohne Zweifel preiswürdig und wurden von einzelnen Beiratsmitgliedern an die erste Stelle gesetzt. Aber wir können den Preis eben leider nur einmal vergeben.“ Im Auswahlverfahren befanden sich:

  • Die (inzwischen auch als Buch dokumentierte) Ausstellung „Nazi-Terror gegen Jugendliche“ – Verfolgung, Deportation und Gegenwehr in der Region Freiburg – unter Leitung der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg zwischen 2008 und 2015 weitgehend durch Jugendliche erarbeitet, die bei ZeitzeugInnen in aller Welt und in Archiven recherchierten
  • Eine (filmisch dokumentierte) Serie von Aktivitäten in Offenburg unter den Titel „KZ in der Nachbarschaft“. Zwei Schulen in Offenburg-Nord befinden sich auf einem ehemaligen Kasernengelände, das zeitweise als Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof (Elsass) diente. Diese Tradition wird nicht verdrängt, sondern von den Schülerinnen und Schülern für beeindruckende Formen des Gedenkens und Erinnerns aufgegriffen.
  • Das Ettlinger Bündnis gegen Rassismus und Neonazis erarbeitete als Teil seiner vielfältigen Aktivitäten eine Broschüre und einen Vortrag über den als Vorbild verstandenen Widerstandskämpfer Fritz Birk (1894-1956), Verteidiger der Spanischen Republik, der auch nach dem 2. Weltkrieg in seiner Heimat versuchte und es schwer hatte, diese Welt zu einer gerechteren zu verändern.

http://bawue.vvn-bda.de

www.geraubte.de

www.nazi-terror-gegen-jugendliche.de/

www.buntes-haus-offenburg.de

www.ettlingerbuendnis.blogsport.de

08.10.2016 – verantw.: Lothar Letsche (Mitglied des Geschäftsführenden Landesvorstands)

 

Ausstellung in Böblingen: „Vergessene Geschichte“ – Berufsverbote

3. Oktober 2016

„Vergessene Geschichte“ –
Berufsverbote und politische Verfolgung in der
Bundesrepublik Deutschland

Finissage am 27. Oktober 2016 um 16.00 Uhr
im Kreismedienzentrum Böblingen

Bei der Finissage am 27.10.2016 um 14.30 Uhr im Kreismedienzentrum Böblingen kommen als
Gewerkschaftler vom ver.di Bezirk Stuttgart Cuno Hägele und Klaus Beer (84) zu Wort. Klaus Beer lebt in Leonberg, ist Richter im Ruhestand, und war ehemals Mitglied der Gewerkschaft ÖTV, dann der Neuen Richtervereinigung.

Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von Norbert Füssinger und Volker Mall.

 

Eine Veranstaltung von ver.di und GEW im Kreis Böblingen

 

Ausstellung in Stuttgart: Asyl ist Menschenrecht

21. September 2016

 

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Antifa Nachrichten August 2016 (2/16)

20. September 2016

Titel frb

download als pdf: an-16-2

Antifa Nachrichten Mai 2016 (1/16)

20. September 2016

 

Titel-frb2

Download als pdf: AN-16-1

10. Oktober, Berlin: Friedensdem in Berlin – Die Waffen nieder!!!

20. September 2016

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siehe auch: http://friedensdemo.org/

Die Waffen nieder!!!

Kooperation statt NATO-Konfrontation, Abrüstung statt Sozialabbau!

Die aktuellen Kriege und die militärische Konfrontation gegen Russland treiben uns auf die Straße.

Deutschland befindet sich im Krieg fast überall auf der Welt. Die Bundesregierung betreibt eine Politik der drastischen Aufrüstung. Deutsche Konzerne exportieren Waffen in alle Welt. Das Geschäft mit dem Tod blüht.

Dieser Politik leisten wir Widerstand. Die Menschen in unserem Land wollen keine Kriege und Aufrüstung – sie wollen Frieden.

Die Politik muss dem Rechnung tragen. Wir akzeptieren nicht, dass Krieg immer alltäglicher wird und Deutschland einen wachsenden Beitrag dazu leistet: in Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Jemen, Mali. Der Krieg in der Ukraine ist nicht gestoppt. Immer geht es letztlich um Macht, Märkte und Rohstoffe. Stets sind die USA, NATO-Mitgliedstaaten und deren Verbündete beteiligt, fast immer auch direkt oder indirekt die Bundesrepublik.

Krieg ist Terror. Er bringt millionenfachen Tod, Verwüstung und Chaos. Millionen von Menschen müssen fliehen. Geflüchtete brauchen unsere Unterstützung und Schutz vor rassistischen und nationalistischen Übergriffen. Wir verteidigen das Menschenrecht auf Asyl. Damit Menschen nicht fliehen müssen, fordern wir von der Bundesregierung, jegliche militärische Einmischung in Krisengebiete einzustellen.

Die Bundesregierung muss an politischen Lösungen mitwirken, zivile Konfliktbearbeitung fördern und wirtschaftliche Hilfe für den Wiederaufbau der zerstörten Länder leisten.

Die Menschen brauchen weltweit Gerechtigkeit. Deshalb lehnen wir neoliberale Freihandelszonen wie TTIP, CETA, ökologischen Raubbau und die Vernichtung von Lebensgrundlagen ab.

Deutsche Waffenlieferungen heizen die Konflikte an. Weltweit werden täglich 4,66 Milliarden Dollar für Rüstung verpulvert. Die Bundesregierung strebt an, in den kommenden acht Jahren ihre jährlichen Rüstungsausgaben von 35 auf 60 Milliarden Euro zu erhöhen. Statt die Bundeswehr für weltweite Einsätze aufzurüsten, fordern wir, unsere Steuergelder für soziale Aufgaben einzusetzen.

Das Verhältnis von Deutschland und Russland war seit 1990 noch nie so schlecht wie heute. Die NATO hat ihr altes Feindbild wiederbelebt, schiebt ihren politischen Einfluss und ihren Militärapparat durch Stationierung schneller Eingreiftruppen, Militärmanöver, dem sogenannten Raketenabwehrschirm – begleitet von verbaler Aufrüstung – an die Grenzen Russlands vor. Das ist ein Bruch der Zusagen zur deutschen Einigung. Russland antwortet mit politischen und militärischen Maßnahmen. Dieser Teufelskreis muss durchbrochen werden. Nicht zuletzt steigert die Modernisierung genannte Aufrüstung der US-Atomwaffen die Gefahr einer militärischen Konfrontation bis hin zu einem Atomkrieg.

Sicherheit in Europa gibt es nur MIT und nicht GEGEN Russland.

Wir verlangen von der Bundesregierung:

  • den Abzug der Bundeswehr aus allen Auslandseinsätzen
  • die drastische Reduzierung des Rüstungsetats
  • den Stopp der Rüstungsexporte
  • die Ächtung von Kampfdrohnen
  • keine Beteiligung an NATO-Manövern und Truppenstationierungen entlang der Westgrenze Russlands.

Wir sagen Nein zu Atomwaffen, Krieg und Militärinterventionen.

Wir fordern ein Ende der Militarisierung der EU. Wir wollen Dialog, weltweite Abrüstung, friedliche zivile Konfliktlösungen und ein auf Ausgleich basierendes System gemeinsamer Sicherheit.

Für diese Friedenspolitik setzen wir uns ein.

Wir rufen auf zur bundesweiten Demonstration am 8.10.2016 in Berlin.

 

Adelante Libertad – Spanienfreiwillige aus Baden

16. September 2016

Veranstaltungen in Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim im Oktober

Heidelberg: 18. Oktober, 19 Uhr, Volkshochschule, Bergheimer Str. 79

Karlsruhe: 21. Oktober, 19 Uhr, DGB-Haus, Ettlinger Str. 3

Mannheim: 27. Oktober, 19 Uhr, JUZ Friedrich Dürr, Käthe-Kollwitz-Str. 2-4

20. Juni, Stuttgart: Wiedereinweihung des Lilo-Hermann-Gedenksteines

10. Juni 2016

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Wir laden herzlich ein zur

Wiedereinweihung des restaurierten  Gedenksteins für die Widerstandskämpferin

 Lilo Herrmann 1909 – 1938

 am Jahrestag ihrer Hinrichtung, Montag, den 20. Juni 2016, 18 Uhr Bei der Uni Stuttgart (Stadtgarten, zwischen den beiden Hochhäusern K1 und K2 – Keplerstr 11 und 17 des Uni-Bereichs Stadtmitte).

Lilo Herrmann, Studentin der technischen Hochschule Stuttgart, kämpfte als junge Mutter mutig gegen die Nazis. Sie wurde im Dezember 1935 verhaftet und 1937 vom “Volksgerichtshof” zum Tod verurteilt.

Am 20. Juni 1988, dem 50. Jahrestag ihrer Hinrichtung zusammen mit Stefan Lovász, Josef Steidle und Artur Göritz -, wurde der Gedenkstein vom Stadtjugendring aufgestellt. Geschaffen wurde er von den Bildhauern Herbert Goeser und Joachim Sauter.  Auch die VVN-BdA war aktiv beteiligt. Mitglieder, die Lilo noch persönlich gekannt hatten (und ihrem Schweigen vor der Gestapo viel verdankten) nahmen an der Einweihung teil. Karola Bloch (1905-1994) – ehemals “Rote Studentin” in Berlin – hielt damals eine Ansprache. 2000 wurde der Gedenkstein mit Farbe beschmiert, gesäubert und neu eingeweiht.

Im März 2016 wurde er erneut mit einem Hakenkreuz besudelt. Die Universität erstattete Anzeige. Unter Leitung des Universitätsbauamts wird der Gedenkstein in einer Werkstatt fachmännisch in Ordnung gebracht. Die Kosten müssen durch Spenden erbracht werden.

 Zum Jahrestag der Hinrichtung Lilo Herrmanns wollen wir den restaurierten Gedenkstein in einer Gedenkfeier wieder der Öffentlichkeit übergeben und laden dazu im Namen aller, die zur Wiederherstellung beigetragen haben, herzlich ein. Eingeladen sind alle, denen daran liegt, dass dieser Stein ein würdiger Gedenkort im Herzen der Stadt bleibt. Auch für alle, die in der Nazizeit von der TH Stuttgart vertrieben und ausgegrenzt, von den Nazis gequält, verjagt oder ermordet wurden. Und zugleich ein Bezugspunkt für alle, die sich im Sinne Lilo Herrmanns gegen alte und neue Nazis engagieren.

Die Universität hat inzwischen durch ihr Archiv ihre Geschichte in der NS-Zeit aufgearbeitet. Es gibt viele neue Erkenntnisse – auch über Lilo Herrmanns Verbindungen zur TH Stuttgart nach 1933. Neben den Redebeiträgen beteiligt sich die Hornbläsergruppe des Universitätsorchesters mit einem musikalischen Beitrag. Nach der Einweihungsfeier lädt die GEW Stuttgart zu einem kleinen Imbiss ein. Es werden Vorkehrungen getroffen, dass die Veranstaltung bei jedem Wetter stattfinden kann.

Spenden zur Restauration: Unter Sichwort „Lilo Herrmann“ VVN-BdADE62 6005 0101 0002 1197 48

11. Juni Stetten am Kalten Markt: KEIN TAG DER BUNDESWEHR

31. Mai 2016

KEIN TAG DER BUNDESWEHR

2016-04-30_Flyer-Rückseite-1Militärische Interventionen sind wieder zu einem normalen Mittel der deutschen Politik geworden. Immer mehr deutsche Soldatinnen und Soldaten befinden sich in Auslandseinsätzen, der Wehretat steigt weiter.

Um die Bevölkerung von  Militär und  Auslandseinsätzen zu überzeugen und junge Leute für den Kriegsdienst zu werben, führt die vom Verteidigungsministerium befehligte deutsche Armee seit 2015 einen „Tag der Bundeswehr“ durch.

An 17 ausgewählten Standorten und auf öffentlichen Plätzen findet eine einige Millionen-Euro schwere Propaganda-Show statt, mit mehreren Hunderttausend Besuchern – darunter auch sehr junge Menschen.

Nutzen wir die Aufmerksamkeit und lassen wir das Militärspektakel nicht unkommentiert!

 

In Baden-Württemberg finden Protestaktionen in Stetten am kalten Markt (bei Sigmaringen) statt.

Treffpunkt in Stetten ist um 11:00 Uhr der Busbahnhof, oder danach an den Infoständen in der Nähe des Bundeswehrgeländes.

Von Stuttgart aus fährt um 8.30 Uhr ein Bus, Zusteigemöglichkeit in Tübingen um 10:00 Uhr.

Rückfahrt von Stetten um 16:00 Uhr.

Busfahrkarten für 10 Euro gibt es im Linken Zentrum Lilo Herrmann, Böblinger Str. 105, 70199 Stuttgart

(bei jeder Vokü: jeden Samstag ab 20 Uhr oder während der Kneipe, Öffnungzeiten Do-Sa ab 17:00 Uhr)

und in der DFG-VK-Landesgeschäftsstelle, Werastr. 10, 70182 Stuttgart.

Anmeldung: ba-wue@dfg-vk.de

Weitere Infos: https://www.dfg-vk.de/pazifismus/call-for-action-keinen-tag-der-bundeswehr

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