Erklärung der Geflüchteten aus Ellwangen

8. Mai 2018

Am Mittwoch, 9.5.2018 findet um 12 Uhr  eine Mahnwache auf dem Marktplatz von Geflüchteten statt.Um 17 Uhr findet dann noch eine Kundgebung vor der LEA, Georg-Elser-Straße 2, 73479 Ellwangen, statt.

Die Geflüchteten haben zu dem Polizeieinsätzen eine Erklärung abgegeben.

„Liebe Freunde und Freunde

Die Situation in Ellwangen begann schon vor der Razzia am vergangenen Donnerstag. Nämlich im April 2018:

„Wir haben uns mit dem Leiter der LEA in Ellwangen getroffen. Wir haben ihm über unser Leben in der Unterkunft und wie die Leute sich hier fühlen erzählt, auch wegen die Duldung und Dublin regeln.“

Er versprach uns, dass wir mit der Presse und mit PolitikerInnen über unsere Situation reden können, da er und die Hausverwaltung nicht für die Zustände verantwortlich seien. Er wollte sich um alles kümmern.

Am 27. April hatten wir dann ein gemeinsames Treffen mit dem Leiter der LEA. Bei diesem Treffen sagte er, wir könnten die Presse am Donnerstag, dem 03. Mai treffen.

Um 3 Uhr morgens am Montag, dem 30. April, hörten wir viel Lärm. Als wir draußen ankamen, beschwerten sich Leute über die Abschiebung eines Togolesen. Wir sahen, dass die Polizei den Mann zwingen wollte, in ihr Auto einzusteigen – er war bereits in Handschellen. Und er sagte zur Polizei, dass er nicht einverstanden sei. Also sagten auch wir, dass wir die Polizei den Mann nicht einfach aus der Unterkunft mitnehmen lassen. Als sie sahen, dass immer mehr Leute von der Unterkunft nach draußen kamen, zogen sie sich zurück.“ Wir waren zu dem Zeitpunkt um die 30/40 Leute.“ Das berichten die Geflüchteten aus Ellwangen. Die Polizei war schon weg, als noch weitere Geflüchtete zum Ort des Geschehens kamen. Sie trafen nur noch den Mann in Handschellen an, während wir ihnen von der Situation erzählten.

Die Berichterstattung schreibt nun von bis zu 200 Personen. Doch in der Unterkunft in Ellwangen sind aktuell weniger als 150 afrikanische Geflüchtete untergebracht. Wenn der Vorwurf, dass wir die Polizei umringt hätten, stimmen würde, wie wäre es ihnen dann überhaupt möglich gewesen, sich so unproblematisch zurückzuziehen? Wenn die Polizei sich so sicher ist, sollten sie doch in der Lage sein, Beweise dafür anzubringen. Die deutsche Polizei ist – wie wir wissen – sehr professionell im berichten über ihre Kontrollmacht.

An dieser Stelle scheint der Rassismus der deutschen Polizeibehörden ihnen selbst auf die Füße zu fallen. („Oh, afrikanische Geflüchtete, die sind aggressiv.“)

„Nach einer Stunde kam ein Security Mitarbeiter mit dem Schlüssel der Handschellen, befreite den Mann und ging mit den Handschellen wieder.
Wir waren überrascht, als dann gegen 10:00 Uhr morgens, nochmal der Einrichtungsleiter zu uns kam und uns aufforderte, ihm die Handschellen zu geben. Wir fragten: „Why are you trying to fool us when the handcuff is with the security officer?“ Wir gingen danach zum Security Mitarbeiter, der die Handschellen mitgenommen hatte. Wir fragten ihn, warum er den Einrichtungsleiter nicht über den Verbleib der Handschellen informiert hatte, woraufhin dieser erwiderte, dass der Einrichtungsleiter bereits informiert wurde.“

An dieser Stelle war uns klar, dass etwas falsch läuft. Erpressung und Intrigen, um uns ungerechtfertigter Weise zu kriminalisieren.

„Am Donnerstag, dem 3. Mai, um 5:00 Uhr morgens – also an dem Tag, an dem wir die Presse hätten treffen sollen (was vom Einrichtungsleiter organisiert wurde) – hörten wir Schreie und Rufe: „Polizei! Polizei!“ Die Polizei brach sämtliche Zimmertüren gewaltsam auf (obwohl man die Türen in der Einrichtung nicht abschließen kann), stürmte die dunklen Zimmer mit hellen Taschenlampen und schrie, „Polizei! Polizei! Hands up, don`t move! Give me your Ausweis and Camp chip card! Do you have a handy?“ Daraufhin wurden wir mit Kabelbindern gefesselt und sollten uns auf den Boden legen. Nach der Kontrolle der Ausweise und der Camp-Chipkarten, um die Personen zu identifizieren, ging die Polizei weiter und durchsuchte unsere Kleidung und gesamten Zimmer. Davor fragten sie uns noch, ob wir irgendwelche gefährlichen Waffen oder Drogen in unserem Besitz hätten. Einige von uns waren nackt und ihnen wurde verboten, sich etwas anzuziehen – auch trotz Erkältungen. Wir wurden gezwungen ruhig zu sein und wir wurden geschlagen, wenn wir es gewagt haben, Fragen zu stellen. Unsere Hosen und Geldbeutel wurden durchsucht. Von einigen von uns, die mehr als 200,- Euro hatten, nahmen sie Geld mit.

Nach der Razzia wurden 27 Personen festgenommen und in ein anderes Gebäude, gegenüber der Polizeistation auf dem Gelände der Unterkunft, gebracht. Eine der betroffenen Personen, die verhaftet wurde, weil sie unregistrierte Lyca Simkarten hatte, erzählt, wie schlecht sie behandelt wurden, gefesselt und in der Kälte stehen gelassen.

Eine junge Frau, die ihrem Partner Kleidung brachte, durfte ihm nicht helfen, Klamotten zu tragen. Aber ein anderer festgenommener und gefesselter Freund half ihm, während die Polizei sie beobachtete. Einem anderen Freund von uns wurde vom Polizeichef untersagt, die Toilette zu benutzen. Der gleiche Polizeichef befragte einen anderen Polizeibeamten, warum ein Geflüchteter ohne, mit Kabelbindern, verbundenen Händen in die Schlange der Festgenommenen gebracht wurde. Er ordnete an, auch diesen Geflüchteten zu fesseln.

Einer nach dem anderen wurde verhört – im Dabeisein von fast 20 Polizeibeamten mit Hunden. Außerdem wurden wir fotografiert und danach in die Polizeistation auf dem Unterkunftsgelände gebracht, wo uns Fingerabdrücke abgenommen wurden. Selbst einer der Sozialarbeiter war schockiert, dass ein solcher Prozess losgetreten wird, beispielsweise aufgrund des Besitzes von SIM-Karten.

Als die Polizei schließlich weg war, gab es einige Verletzte, die ins Krankenhaus kamen. Zur gleichen Zeit begannen einige Medien, von außerhalb der Unterkunft aus, zu berichten.
Wir sind erschüttert, wie die Medien die erlogenen Polizeiberichte einfach übernommen haben, ohne die tatsächlichen Ereignisse zu recherchieren oder uns zu fragen, was passiert ist.

Wir, die Geflüchteten aus Ellwangen, sind nicht gewalttätig. Auch wenn die Polizei sagt, wir hätten sie angegriffen. Es gab während des Vorfalls eine Distanz zwischen uns und der Polizei. Unser Bruder in Handschellen stand zwischen uns und der Polizei. Wir haben Beweise für alles, was die Polizei mit uns gemacht haben.

Jetzt haben wir uns entschieden, eine Demonstration zu machen. Für uns ist das die einzige Möglichkeit, Leute darüber zu informieren, was tatsächlich passiert ist. Die Medien verfälschen unsere Statements und wenden sie gegen uns.

Wir treffen uns am Mittwoch, dem 9. Mai um 17:00 Uhr an der Ellwangener LEA.

Gegen Rassismus
Gegen den Populismus der Medien
Gegen Polizeigewalt
Gegen die Kriminalisierung von Geflüchteten

Terminüberischt:

12:00 Mahnwache am Marktplatz
Kommt vorbei, wenn ihr hören wollt, was tatsächlich passiert ist.

17:00 Kundgebung und Demonstration vor der LEA

__________

KONTAKT:
Flüchtlinge für Flüchtlinge (Refugees4Refugees)
Selbstorganisierte Beratungsstelle von und für Gefluchtete
Böblingerstr. 105
70199 Stuttgart
Tel.: 015172207248
https://refugees4refugees.wordpress.com/

SPENDE:
Flüchtlinge für Flüchtlinge e.V
GLS Bank Stuttgart
IBAN: DE80 4306 0967 7033 0742 00

Die Kriegsgefahr bannen – Abrüstung statt Aufrüstung

geschrieben von Bundesausschusss

30. April 2018

 

Der  Bundesausschusses der VVN-BdA hat 22. April 2018 folgende Erklärung beschlossen:

 

Wir erleben aktuell eine dramatische Zuspitzung der internationalen Konflikte im Nahen Osten, wo die militärischen Auseinandersetzungen uns an den Rand eines Weltkrieges bringen.

Dabei sind es die unterschiedlichen beteiligten Kriegsparteien, die den Konflikt in Syrien zu einer Art Stellvertreterkrieg werden lassen. Mit dem Einmarsch der Türkei in die kurdischen Gebiete Syriens hat das NATO-Mitgliedsland einen Angriffskrieg gegen ein Nachbarland begonnen und offiziell Ansprüche auf Teile des syrischen Staatsgebiets erhoben.

Die geduldete Zerstörung des einzigen basisdemokratischen Projektes in der Region spricht dabei Bände über das angebliche Verständnis von Freiheit und Demokratie der Kriegsparteien.

Weitere Beteiligte der militärischen Auseinandersetzungen sind Saudi-Arabien, die USA, der Iran und Russland, das mit einem Mandat des syrischen Präsidenten Assad im Lande ist. Die jüngsten Angriffe auf Syrien mit Marschflugkörpern durch Großbritannien, Frankreich und die USA, die durch keinerlei internationales Mandat gedeckt waren, haben zu einer gefährlichen Eskalation geeführt. So stehen sich in Syrien die NATO und Russland zum ersten Mal seit Ende des Kalten Krieges direkt militärisch gegenüber, wodurch die Gefahr einer Ausweitung des Konfliktes groß ist.

 

Wir sind der Überzeugung: Eine Lösung des Konfliktes kann nicht auf militärischer Ebene erreicht werden. Für eine Verhandlungslösung muss den Regeln des Völkerrechts wieder Geltung verschafft werden. Dazu bedarf es der Stärkung der Autorität der Vereinten Nationen und der Unterstützung ihrer Friedensbemühungen.

 

Auch Politiker_innen der Parteien, die sich seit 1990 in der BRD an der Regierung abgewechselt haben, sehen die Entwicklung mit Sorge. Dies bekräftigen sie in einem öffentlichen Appell „Dialog statt Eskalation“ und beschreiben die Rolle, die Deutschland in diesem Konflikt einnehmen

sollte:

„Viele Westeuropäer sind heute alarmiert und fürchten Krieg. Viele betrachten Russland als Gefahr. Umgekehrt sieht die Mehrheit der Russen ihr Land zu Unrecht vom Westen an den Pranger gestellt.

Sie verstehen nicht, warum dieser Kurs besonders aus Deutschland unterstützt wird, dem Land, das einmal der Hauptmotor der Entspannungspolitik war … Das Versprechen vom Ende des Kalten Krieges aus der Charta von Paris (1990) wurde nie eingelöst. Stattdessen wird mit der Beschwörung der russischen Bedrohung eine neue Aufrüstungsoffensive in Gang gesetzt. … Die Erinnerung an zwei Weltkriege mit Millionen von Toten verblasst. Die rhetorische Eskalation und die Produktion von Feindbildern in Politik und Medien bleibt nicht ohne Folgen.“ Dem setzen die Autoren entgegen: „Die Idee einer gesamteuropäischen Partnerschaft ist zwar nicht neu, aber wartet auf ihre Verwirklichung.

Das ist das richtige und große außenpolitische Thema … Wer das nicht sehen will, ist blind für die Gefahr eines dritten und letzten Weltkriegs.“ Diese Warnung ehemaliger Politiker findet unsere volle Zustimmung.

 

Für die VVN-BdA bedeutet das:

Wir rufen alle politisch Verantwortlichen auf, auf den Weg des Dialogs und der internationalen Verhandlungen zurückzukommen.

Wir erwarten von der deutschen Regierung, sich aus historischer Verantwortung eigenständig für eine neue Entspannungspolitik einzusetzen.

Das bedeutet aber nicht nur, dass keine Mandate für Auslandseinätze der Bundeswehr mehr genehmigt werden, sondern dass die Verstärkung der Konflikte durch direkte oder indirekte deutsche Rüstungsexporte in

Kriegs- und Krisengebiete endlich wirksam gestoppt wird.

Und das bedeutet, dass die Forderung der Friedensbewegung unter der Losung „abrüsten statt aufrüsten“ auf die politische Agenda gesetzt wird. Wir können nur glaubwürdig für Frieden in der Welt eintreten, wenn unser Land selbst die Spirale der Hochrüstung durchbricht.

 

 

 

Presseerklärung der VVN-BdA Karlsruhe zu dem Polizeieinsatz in Wörth

18. April 2018

Die Kreisvereinigung der VVN-BdA Karlsruhe hat eine Presseerklärung zum Einsatz der Polizei gegen Antifaschist*innen in Wörth veröffentlicht.

Die Presseerklärung:

VVN-BdA Karlsruhe protestiert gegen Polizeiwillkür

Seit Anfang des Jahres instrumentalisieren rechte und reaktionäre Kräften in der Region den Mord an einer 15-jährigen, jungen Frau im rheinland-pfälzischen Kandel. Sie nutzen dieses furchtbare Verbrechen aus um Angst und Hass auf die Straße zu tragen.
Dagegen gehen die Menschen in Kandel und in der Region auf die Straße! Erst am 24. März mobilisierte das Bündnis „Wir sind Kandel“ über 2.500 Menschen. Auch die Mobilisierungskampagne „Eingreifen, wenn es wichtig ist“ trug zu einem entschlossenen und friedlichen Protest bei.
Am 7. April wollten abermals ca. 200 Karlsruher Antifaschistinnen und Antifaschisten aus verschiedensten politischen Spektren und allen Altersklassen sich dem Protest in Kandel anschließen und ihre Stimme gegen Neonazismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit erheben. Das Ziel ihrer gemeinsamen Anreise mit dem Zug vom Karlsruher Hauptbahnhof war eine angemeldete Kundgebung, ihr Anliegen die freie Ausübung des verfassungsmäßigen Rechts auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit.
Sie kamen aber nur bis zum Bahnhof Wörth, dort war die Fahrt zu Ende. Der Bahnhofsbereich war weiträumig von der Bundespolizei abgeriegelt, die Bahnsteige auch mit Hunden besetzt, und über dem Bahnhof Wörth kreiste ein Polizeihubschrauber. Es handelte sich offensichtlich um eine geplante und vorbereitete Maßnahme. Der Zug wurde an seiner Weiterfahrt gehindert. Die Beamten legten so den gesamten Zugverkehr zwischen Karlsruhe und Kandel stundenlang lahm und hielten die Fahrgäste im Zug fest. Dabei gab es offenkundig keinen konkreten Tatverdacht gegen einzelne Personen. Stattdessen wurden die Fahrgäste wahllos einzeln abgeführt und erkennungsdienstlich behandelt. Videoaufnahmen der Beobachter News (www.beobachternews.de) dokumentieren die skandalöse Brutalität mit der die Polizeibeamten dabei gegen zum Teil minderjährige Jugendliche vorgingen. Das Prozedere zog sich so lange hin, dass die Betroffenen faktisch an der Wahrnehmung ihrer verfassungsmäßigen Rechte gehindert wurden.
Die VVN-BdA Karlsruhe protestiert mit Nachdruck gegen die Willkür der Polizei! Durch ihr Vorgehen hinderte sie Bürgerinnen und Bürger an ihrem Recht, durch Teilnahme an der angemeldeten Versammlung in Kandel ihre Meinung gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Neonazismus zum Ausdruck zu bringen. Sie wurden von der Polizei an der Wahrnehmung ihres grundgesetzlich geschützten Rechts gehindert.
VVN-BdA Karlsruhe

 

 

Presseerklärung der VVN-BdA Karlsruhe

Alfred Hausser Preis 2018

10. April 2018

Ausschreibung Alfred Hausser Preis 2018

 

Es ist schon Tradition, dass die Landesvereinigung der VVN-BdA Baden-Württemberg zu ihrer Delegiertenkonferenz den Alfred Hausser Preis vergibt

 

Bewerben können sich, bzw. vorgeschlagen werden können:

  • Örtliche und regionale Geschichtsintiativen
  • Geschichtswerkstätten
  • Vereine
  • Schulklassen
  • VVN-BdA – Gliederungen

 

Bewerbungsgrundlagen sind:

Eine Kurzdarstellung der jeweiligen Gruppe, oder Initiative und eine Kurzbeschreibung des abgeschlossenen oder in Planung befindlichen Geschichtsprojektes sind in schriftlicher Form (per Brief, Fax oder E-Mail) an das Landesbüro der VVN-BdA Baden-Württemberg zu richten. Dort sind auch weitere Informationen zu erhalten.

Preisverleihung

Die Auswahl der Preisträger*innen erfolgt nach Vorschlägen des Beirats durch den Landesvorstand. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Preis wird im Rahmen der Landesdelegiertenkonferenz der VVN-BdA Baden Württemberg im November 2018 verliehen

 

Der Preis setzt sich zusammen aus einer finanziellen Förderung in Höhe von 500.- Euro und Beratung des Projekts durch die Beiratsmitglieder, der Hilfe des Beirats zur Ermittlung weiterer Förderungsmöglichkeiten, einer Urkunde und dem Buch über Alfred Hausser „Nur wer sich selbst aufgibt ist verloren“.

 

Bewerbungsschluss ist der 17. September 2018

 

Informationen und Adresse für die Bewerbungen.

 

VVN-BdA Baden-Württemberg

Landesbüro

Böblinger Str. 195

70199 Stuttgart

Tel. 0711 603237

Fax 0711 600718

 

Internet: www.vvn-bda-bawue.de

E-Mail:baden-wuerttemberg@vvn-bda.de

Faltblatt 2018 2 Stand 7.5.18

Faltblatt 2018 2

Faltblatt 2018 2

 

 

Broschüre zu dem Stuttgarter Widerstandskämpfer „Hans Gasparitsch“ ist erschienen

geschrieben von Janka Kluge

15. März 2018

Zum 100. Geburtstag von Hans Gasparitsch hat die Lagergemeinschaft Buchenwald – Dora eine Broschüre zu dem Stuttgarter Widerstandskämpfer Hans Gasparitsch herausgegeben.

In der Ankündigung schreiben die Herausgeber:

100 Jahre Hans Gasparitsch – Widerstandskämpfer und ehemaliger Häftling der KZ Dachau und Buchenwald

Am 30. März 2018 wäre der Widerstandskämpfer und ehemalige Häftling der KZ Dachau und Buchenwald Hans Gasparitsch 100 Jahre alt geworden. Anlässlich dieses Jubiläums haben Christoph Leclaire und Ulrich Schneider im Auftrag der Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora/Freundeskreis eine Dokumentation über ihn vorgelegt.

Im Vordergrund steht dabei Hans Gasparitschs Widerstand als Jugendlicher mit der „Gruppe G“ (= Gemeinsam) gegen den Nationalsozialismus sowie seine 10jährige Haftzeit, berichtet wird aber auch über sein Leben in der Nachkriegszeit und sein vielfältiges antifaschistisches Engagement.

Die 76-seitige, farbig gedruckte Broschüre beinhaltet neben einem umfangreichen Interview verschiedene Beiträge von und zu Hans Gasparitsch sowie zahlreiche, teilweise wenig bekannte bzw. erstmalig veröffentlichte Dokumente und Fotos – insbesondere aus seinem Nachlass im Stadtarchiv Stuttgart und vom Internationalen Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen.

Die Broschüre „Hans Gasparitsch – Widerstandskämpfer und ehemaliger Häftling der Konzentrationslager Dachau und Buchenwald“ ist für 5,00 Euro (zuzüglich Versandkosten) erhältlich:

 

Ausstellung „Arm der Bewegung“ überarbeitet

geschrieben von Janka Kluge

15. März 2018

Die Ausstellung „Der Arm der Bewegung“ ist jetzt nach einer Aktualisierungn und Überarbeitung wieder verfügbar.
Sie kann jetzt auch über die Landesgeschäftstelle der VVN-BdA in Stuttgart ausgeliehen werden.
Mehr Informationen zu der Ausstellung gibt es hier:

Ausstellung „Der Arm der Bewegung“

Presseerklärung zur Kundgebung „Keine Ehrung der Waffen-SS in Riga“ am 16.3. um 15 Uhr in Künzelsau vor dem lettischen Generalkonsulat

geschrieben von Janka Kluge

14. März 2018

Pressemitteilung

Mahnwache und Kundgebung in Künzelsau:
Schluss mit der Ehrung von NS-Kollaborateuren und Mördern!

Am 16. März, dem „Tag der Legionäre“ in Lettland ruft die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten zu einer Mahnwache und Protestkundgebung vor dem lettischen Honorarkonsulat in Künzelsau gegen die Glorifizierung der Verbrechen der Waffen-SS auf.
Die Mahnwache wird von 15 bis 16.00 Uhr vor dem lettischen Honorarkonsulat in der Oberamteistr. 20 stattfinden.

Jedes Jahr am 16. März marschieren in der lettischen Hauptstadt Veteranen der lettischen Waffen-SS auf . Sie ziehen unter Pomp zu einem Gottesdienst, einem „Ehrenmarsch“ und einer fahnengesäumten Kundgebung am „Freiheitsdenkmal“ zu Ehren der lettischen Einheiten der Waffen-SS durch Riga.

Diese Einheit beteiligte war an den Mordaktionen an der jüdischen Bevölkerung und der aus dem deutschen Reich ins Ghetto Riga verschleppten jüdischen Menschen beteiligt. Insgesamt wurde ca. 70 000 Menschen der jüdischen Bevölkerung in Lettland ermordet.
Heute gehört Lettland mit Estland, Litauen, der Ukraine und Bulgarien zu den osteuropäischen Staaten in denen Einheiten der Waffen-SS und andere mit den Nazis kollaborierende antisemitische Todesschwadronen als nationale Idole gefeiert werden. Dies geschieht mit staatlicher Duldung und teilweise offener Unterstützung durch Behörden.

Auch Neonazis aus ganz Europa, aus Deutschland insbesondere Mitglieder der sogenannten „freien Kameradschaften“ nehmen alljährlich an diesem gespenstischen Aufzug in Lettland teil.

Der Rigaer „Ehrenmarsch“ ist eine unerhörte Provokation für die Angehörigen der Opfer der lettischen Polizei und SS-Verbände und für die jüdische, russischsprachige und andere Minderheiten im Land. Er steht nicht nur im Gegensatz zu den Grundwerten der Europäischen Union, deren sonstige Vorzüge der lettische Staat andererseits gerne entgegennimmt, sondern ist auch eine Provokation gegenüber der Russischen Föderation und damit eine Gefahr für den Frieden in Europa.

In den letzten Jahren protestierten lettische und internationale Antifaschist*innen gegen diesen Aufmarsch. Die Proteste wurden auch von Mitgliedern der VVN-BdA unterstützt.

Gleichzeitig sind diese Proteste zunehmenden Repressalien seitens der lettischen Behörden ausgesetzt.
Auch Mitglieder der VVN-BdA waren in den vergangenen Jahren immer wieder von Repressionen lettischer Behörden betroffen.

JDeshalb rufen die VVN-BdA und die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) in diesem Hajr zu Protesten vor lettischen Botschaften und Konsulaten in Europa gegen die Verherrlichung von NS-Kollaborateuren und Massenmördern auf. Diese Proteste finden am 15. und 16. März in Rom, Brüssel, Budapest und Athen, in Deutschland in Berlin, Bremen, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf und eben auch in Künzelsau statt.

Wir fordern:
• Schluss mit der Ehrung von NS-Kollaborateuren und Mördern!
• Anerkennen der baltischen Beteiligung am nazistischen Völkermord!
• Schluss mit den staatlichen Repressionen gegen lettische Antifaschist*innen

Die Erklärung der Bundesvereinigung der VVN-BdA zu den Protesten können Sie unter folgender Internetadresse nachlesen.

Keine Ehrung der lettischen Waffen-SS!

Janka Kluge
(Landesgeschäftsführerin der VVN-BdA)

Plakataktion gegen den AfD Landesparteitag in Heidenheim

geschrieben von Janka Kluge

12. März 2018

Die Demo gegen den AfD Landesaprteitag am 17.3. beginnt um 9 Uhr am Konzerthaus in Heidenheimn

Seit Sonntag, 11.3.2018, hängen in Heidenheim acht großflächige Plakate um gegen den AfD Landesparteitag nächstes Wochenende in der Stadt zu protestieren. Die Aktion wird gemeinsam von Aufstehen gegen Rassismus und der VVN-BdA Baden-Württemberg durchgeführt. Weil die Teilnehmer des Parteitags hauptsächlich mit dem Auto anreisen werden haben wir uns entschlossen Plakatwände an den Hauptverkehrsstraßen zu anzumieten. Die Plakate werden mindestens bis zu Beginn der nächsten Woche hängen.

Politische Arbeit, wie diese Plakataktion kostet Geld. Es würde uns freuen, wenn Sie uns bei der Finanzierung der Plakataktion unterstützen können.

Die Kontonummer der VVN-BdA bei der BW-Bank lautet:

DE62 6005 0101 0002 1197 48

Vielen Dank

 

„Sie dürfen nicht durchkommen“ Ein Kommentar der Beobachter News

7. März 2018

Auf der Seite der Beobachter News ist ein guter Kommentar zum Aufmarsch der Rechten in Kandel erschienen. Die nächste Demo planen die Rechten am 24.3.

 

http://www.beobachternews.de/2018/03/06/sie-duerfen-nicht-durchkommen/

VVN-BdA ruft zu Protesten vor lettischen Einrichtungen auf

7. März 2018

Keine Ehrung der lettischen Waffen-SS!

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