Karlsruhe: Erinnerungen an Hanna Meyer-Moses

3. März 2026

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Verfolgte des NS-Regimes und Überlebende des Internierungslagers Gurs

Rolf Meyer, Sohn von Hanna Meyer-Moses (1927 – 2024), berichtet über die Erfahrungen seiner Mutter und erinnert sich an ihre Erzählungen.

Am 22. Oktober 1940 deportierten die Nationalsozialisten rund 6.500 Menschen aus Baden, der Pfalz und dem Saarland in das französische Internierungslager Gurs am Fuße der Pyrenäen. Unter ihnen befand sich auch die 13-jährige Hanna Moses aus Karlsruhe.

Hanna Meyer-Moses wurde 1927 als Tochter des Rechtsanwalts Nathan Moses (1886 – 1944) und seiner Frau Betty Moses-Dreifuss (1889 – 1944) geboren. Bis 1931 lebte die Familie in Durlach, und anschließend in Karlsruhe.

Am 22. Oktober 1940 wurde Hanna Meyer-Moses gemeinsam mit ca. 6.500 Juden aus Baden, der Pfalz und dem Saarland in das französische Internierungslager Gurs am Fuße der Pyrenäen deportiert. Sie überlebte die unmenschlichen Bedingungen des Lageralltags und konnte später in die Schweiz fliehen.

Bis zu ihrem Tod 2024 engagierte sie sich als Zeitzeugin und klärte über die Verbrechen des Nazi- Regimes auf. Ihre Erfahrungen schrieb sie 2009 in dem Buch „Reise in die Vergangenheit: Eine Überlebende des Lagers Gurs erinnert sich an die Verfolgung während der NS-Diktatur“ nieder.

Ihr Sohn, Rolf Meyer, kümmert sich heute um das historische Vermächtnis seiner Mutter. Wie kein anderer kennt er ihr Leben und hat es sich zur Aufgabe gemacht, als Zeitzeuge zweiter Generation ihre Geschichte weiterzugeben.

29. März 2026, 19.00 Uhr
Stadtkloster St. Franziskus (Franziskussaal im UG)
Rechts der Alb 28, 76199 Karlsruhe

Musikalische Umrahmung durch Helga Betsarkis.